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Dienstag, 15. Juni 2010

Berlin akzeptiert EU-Bildungsziele

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„Europa 2020“

Berlin akzeptiert EU-Bildungsziele

 
 
 
14.06.2010 -

Brüssel (dpa) – In der Europäischen Union soll es künftig weniger Schulabbrecher und mehr Akademiker geben. Nach langem Ringen um europaweit einheitliche Bildungsziele lenkt nun auch Deutschland ein und akzeptiert Vorgaben der EU. Die Staats- und Regierungschefs sollen auf ihrem EU-Gipfel am 17. Juni in Brüssel entsprechende Ausbildungsziele festlegen. Sie sind Teil der Wachstumsstrategie "Europa 2020".

Wie aus dem Entwurf für den Gipfel-Beschluss hervorgeht, wollen sich die 27 EU-Staaten dazu verpflichten, die Zahl der Schulabbrecher in den nächsten zehn Jahren auf weniger als zehn Prozent zu senken. Daneben sollen 40 Prozent eines Jahrgangs einen Universitätsabschluss oder einen ähnlichen Abschluss erreichen. In diesem Punkt hatte Deutschland darauf gedrungen, dass auch Fachhochschulabschlüsse und die Ausbildung zum Meister dazu gezählt werden.

"Europa 2020" listet fünf Kernziele auf, die in den nächsten zehn Jahren in allen Mitgliedsstaaten erreicht werden sollen und die entscheidend für die Wirtschaftsentwicklung der EU sind. Dazu gehören eine Beschäftigungsquote, Ziele für die Ausgaben für Forschung und Entwicklung, für erneuerbare Energien und Umweltschutz, Bildungsziele und Vorgaben für die Armutsbekämpfung.

Die Bundesregierung hatte sich lange gewehrt, weil sie befürchtete, dass EU-Bildungsziele Streit mit den Kulturministern der Bundesländer hervorrufen könnten. Da Bildungspolitik in Deutschland Ländersache ist, kann sich die Bundesregierung nicht ohne deren Einverständnis auf Zielwerte verpflichten lassen.

Auch in dem zweiten kontroversen Punkt, der Armutsbekämpfung, hatten die EU-Staaten bereits am 7. Juni eine Einigung erzielt – unter Verweis darauf, dass sich die Staaten eigene nationale Ziele setzen können. Armutspolitik ist Teil der Sozialpolitik und damit nationale Angelegenheit. Die EU will nun die Zahl der von Armut bedrohten Menschen bis 2020 um 20 Millionen senken.

(dpa-Dossier Bildung Forschung 24/14.06.2010)


Quelle: bildungsklick.de


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Mittwoch, 14. April 2010

Berlin: Grundschullehrer gegen Vergleichstests

 

Berlin

Grundschullehrer gegen Vergleichstests


Offener Brief an Senator Zöllner


14.04.2010 -

(red) In einem offenen Brief haben mehr als 1000 Berliner Grundschullehrer und Erzieherinnen Bildungssenator Jürgen Zöllner aufgefordert, die jährlich in den dritten Klassen durchgeführten Vergleichsarbeiten in Deutsch und Mathematik, "Vera", an ihren Schulen abzuschaffen. Initiator des Protestschreibens ist die Initiative "Grundschulen im sozialen Brennpunkt".

Die Pädagogen weisen darauf hin, dass ein Großteil der Drittklässler aus Migrantenfamilien aufgrund sprachlicher Defizite erhebliche Schwierigkeiten mit den Testfragen habe. Die Schüler seien hoffnungslos überfordert und würden letztlich "allein gelassen". Sie würden unnötig frustriert, wenn sie Aufgaben bearbeiten müssten, von denen sie nicht einmal die Fragestellung verstünden. Die Unterzeichner fordern stattdessen mehr Unterstützung: kleinere Klassen, zusätzliche Deutschförderstunden, mehr Sozialarbeiter und Pädagogen mit Migrationshintergrund.

Welche Konsequenzen die Forderung haben wird ist noch unklar. "Selbst wenn wir sie abschaffen wollten, könnten wir es gar nicht", erklärte jedoch Jens Stiller, Sprecher von Bildungssenator Zöllner, gegenüber der Berliner "Morgenpost". Dabei berief er sich auf den Beschluss der Kultusministerkonferenz. Er sehe in dem Vergleich auch ein "wertvolles Feedback" für die einzelnen Schulen. Die Vergleichsarbeiten im Fach Deutsch finden am 28. April (Lesen)und am 4. Mai (Rechtschreibung) statt, für das Fach Mathematik ist der 6. Mai vorgesehen.


Quelle: bildungsklick.de


 

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Montag, 12. April 2010

Der Bildungsbereich muss vom Rotstift verschont bleiben!

 

Der Bildungsbereich muss vom Rotstift verschont bleiben!

Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) zur angekündigten Kürzung des Lehrauftragtenprogramms

 

Stuttgart, 09.04.2010 -

"Noch sind die von Ministerpräsident Mappus kürzlich im Rahmen seiner Amtsübernahme verkündeten Worte in bester Erinnerung, dass im Bildungsbereich kein Euro gespart werden soll, da vernimmt man aus dem Kultusministerium schon wieder ganz andere Töne", so der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Bernd Saur, zu angekündigten drastischen Mittelkürzungen bei den Lehrbeauftragten.

Gerade bei der Ausweitung von Ganztagesangeboten wurde den Schulen jahrelang geraten, solche Angebote über das Lehrbeauftragtenprogramm oder über Jugendbegleiter zu organisieren. Damit spart das Land enorme Summen, denn die Abdeckung der Ganztagesangebote durch Lehrerstellen wäre um ein Vielfaches teurer. Es wurden vor allem Angebote im musisch-künstlerischen Bereich wie zum Beispiel Chor und Orchester durch ehrenamtlich arbeitende Personen abgedeckt. Saur: "Hier hat sich der Einsatz von Lehrbeauftragten bewährt. Wird hier nun gekürzt, stehen viele Angebote im Ganztagesbereich vor dem Aus, was angesichts der gesellschaftlich geforderten Ausweitung dieser Angebote geradezu paradox erscheinen muss."

Jeder Euro, der heute im Bildungsbereich gespart werde, komme den Steuerzahler später teuer zu stehen, prognostiziert Saur mit dem Hinweis, dass schon jetzt der Pflichtunterricht an vielen Schulen nur mit Überstunden abgedeckt werden könne. "Die vorhandene Lehrerreserve für Unterrichtsvertretungen bei krankheitsbedingten Ausfällen reicht nicht aus, um die Lücken zu schließen", stellt Verbandschef Saur fest und fordert eine hundertzehnprozentige Lehrerversorgung.

 

 

 

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